Alte Apotheke Laichingen

Historie

1829:
Apotheke
Laichingen bekommt einen Arzt (Dr. Karl Gottlieb Burger).
Der Wiesensteiger Apotheker Josef Lukas Baur setzt die Filialapotheke auf dem Gelände einer alten Zehntscheuer instand.
  
Lebensbedingungen damals:
Baur war der Haushaltsvorstand (nicht seine Frau).
Die Familie umfasst 15 Personen ohne Dienstboten, eigene Schweine, Kühe, Obstgarten.
Nur Ochsenfleisch wird gekauft, Brot wird selbst gebacken.
Frühstück ist stets „Schwarzer Brei“ (Gekochter Hafer mit Bächen zerlassener Butter) aus Zinntellern.
  
Welche Medizin und Wissenschaft trifft unser Provisor an?
„Der Mann der Wissenschaft“ interessierte sich zu Beginn des Jahrhunderts noch für viele Fachgebiete. 
Das Wissen und die Instrumente werden aber immer komplizierter.
Die älteste überlieferte Rezeptur u.A. enthielt Menschenfett, Hundefett, Fuchsfett, Wildkatzenfett, Dachsschmalz, Bernsteinöl, Regenwurmöl.
Damals waren ätherische Öle und Mineralien eine wichtige Grundlage der Apotheke.
Hauptmittel der Apotheken waren Abführmittel, Brechmittel, Schwitzmittel, Niesmittel und harntreibende Mittel.
Später führen neue Erkenntnisse zu Medikamenten, die Industriell hergestellt werden.
 
Im Jahr 1910 haben 14 „beherzte, der Sache befreundete, gutgesinnte Männer“ in Laichingen einen Verein gegründet, „um die Heilmethode der Homöopathie einzuführen“.
Vor dem 2. Weltkrieg steigt die Mitgliederzahl auf über 300 an - Rekord in Deutschland.


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